Rede des Vorsitzenden des Bundes von Arbeitern des Klein- und Mittelunternehmens der Ukraine Viacheslav Roi bei der au?erordentlichen Tagung von Arbeitern der M?rkte der Ukraine in Odessa

Der Schutz des Klein- und Mittelunternehmens ist mit dem heutigen Tag kaum eine Hauptaufgabe unseres Gewerkschaftsbundes.


Sehr geehrte Freunde!


Ich begr??e Sie im Namen Gewerkschaftsbundes von Arbeitern des Klein- und Mittelunternehmens der Ukraine.

Es war dem Klein- und Mittelbusiness in der Ukraine bei jeder Gewalt nie s??, und heutzutage ist es besonders schwierig. Deshalb sind Sie auch eigentlich hier in Odessa aus der ganzen Ukraine zusammengetreten. Nehmen Sie aufrichtige Anteile an ihrem Elend von uns an.

Glauben Sie, es ist keine Schadenfreude und kein grimmiger Humor.

Weil, wenn es um ?berleben des Klein- und Mittelunternehmens handelt, wir sind nicht in der Stimmung zu lachen. Wir verstehen aus dem Effeff eine einfache Wahrheit, dass die Zukunft von Arbeitnehmern dieses Businessbereichs davon direkt abh?ngt, wird dieses Business leben oder es stirbt.

Deshalb sagen wir deutlich und direkt: der Schutz des Klein- und Mittelunternehmens ist mit dem heutigen Tag kaum eine Hauptaufgabe unseres Gewerkschaftsbundes. Wir richten uns ganz ernsthaft ohne Humor nach solcher seinerzeit g?ngigen Losung: “Auf unsere und Ihre Freiheit!“

Es ist sehr gut, dass die Unternehmer des Klein- und Mittelbusiness, insbesondere auch Sie, Arbeiter der M?rkte, streben, sich zu m?chtigen allukrainischen Organisationen zum Schutz ihrer Rechte zusammenzuschlie?en. Wir, Gewerkschaften, begr??en nur das.

Sie sind bereit, f?r die Aufrechterhaltung und Entwicklung Ihres Business entscheidend zu k?mpfen, und wir wollen Sie ?berzeugen, dass die Gewerkschaften von Arbeitern Ihres Business Ihr verl?sslichster Verb?ndeter in diesem Kampf ist.

Vielleicht wei? die ?berwiegende Majorit?t von Ihnen oder wenigstens h?rte ?ber den Konflikt um den Saporishshjaer Automobilmarkt herum. Deshalb werde ich von dessen Details nicht sprechen, sondern betone, dass die Saporishshjaer Gewerkschaft von Arbeitern des Automobilmarktes, welche ein Mitglied unseres Bundes ist, im Laufe vom ganzen Konflikt – es ist doch bereits f?nf Jahre – der Verwaltung des Marktes konsequent und nicht anstehen hilft, alle Versuche der gewaltsamen Aneignung  des Verm?gens und des Bodens abzunehmen. Das „hilft“ ist eigentlich kein passendes Wort. Die Gewerkschaft k?mpft zusammen mit der Direktion, indem sie die ganze Schwere des Konfliktes in gleichem Ma?e ?bernimmt. Die Gewaltbeamten der verschiedenen Stellenebene – von der Kiewer bis Saporishshjaer Gewalt – verhalten sich auf verschiedene Weise. Jemand hilft, jemand hilft nicht sehr, jemand unterst?tzt offen oder gedeckt die „Handelszerst?rer“, und die Gewerkschaftsmitglieder des Automobilmarktes schwanken bald in eine Seite, bald in die andere nicht. Weil sie verstehen: sie verteidigen nicht das Eigenbusiness des Direktors Oleksandr Tsokun, sondern eigene Sache, eigene Arbeitspl?tze, den Wohlstand eigener Familien. Und ich bin ganz nicht sicher, dass es dem Businessinhaber auf dem Saporishshjaer Automobilmarkt gelangen w?re, eigene Sache ohne Hilfe der Gewerkschaft zu verteidigen.

Wir wollen Sie ?berzeugen, dass wir, Gewerkschaften, nicht einfach ihr situationsbedingter Verb?ndeter sind. Wir sind ein strategischer Verb?ndeter. Ja, wir stritten und werden streiten, wenn wir die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern vereinbaren werden, aber dieser Wettbewerb wird nie zu einem Ausrottungskrieg, weil die Gewerkschaften nach der Vernichtung Ihres Business nie streben werden. Die Gewalt, die Staatsbeamten, welche Bestechungen aus Ihnen auspumpen, k?nnen meinen und oft meinen, dass sie auch ohne Sie leben werden, weil die Gewaltzugeh?rigkeit ihnen ein sch?nes Leben immer sichert. Wir, Gewerkschaften, meinen so nicht.

Wir, Gewerkschaften, schwiegen nicht, als es n?tig war, die Verabschiedung des Steuergesetzbuchs zu stoppen, welches das Klein- und Mittelbusiness vernichtet. Jetzt rufen wir Sie, nicht zu schweigen, wenn die Werchowna Rada jetzt den Entwurf des Arbeitsgesetzbuchs f?r die Verabschiedung vorbereitet, in dem die Rechte von Gewerkschaften und Arbeitnehmern tats?chlich vernichtet werden. Vielleicht sind viele von Ihnen mit der Unterdr?ckung der im Entwurf des Arbeitsgesetzbuchs gelegenen Rechte von Arbeitgebern zufrieden. Geben Sie sich nicht damit zufrieden, dass die volle Abh?ngigkeit der Arbeitnehmer von dem Arbeitgeber der Prosperit?t Ihres Business hilft. Es ist Selbstbetrug. Das Kleinbusiness ist die demokratischste Unternehmerschaftsform und er kann sich entsprechend nur bei der Demokratie gut entwickeln. Und die Demokratie ist ein Schutz der Rechte von allen, und nicht nur der Macht und der Arbeitgeber. Das Big Business kann sich gegen den Staat mit dicken Geldern verteidigen. Dies ist auch zweifelhaft. F?r Sie geht solch eine Verteidigung ?ber Ihre Mittel. Ein rechtloser, auf den Arbeitgeber b?ser Arbeitnehmer ist die f?r Sie gr??te Gefahr. Weil, wenn die Gewalt ein weiteres Mal auf Sie pl?tzlich dr?cken wird, indem sie die Gesetze und die Praktik verabschiedet, welche jener ?hnlich ist, die im Anfangsentwurf des Steuergesetzbuchs vorgeschlagen ist, oder, wenn die Gewalt den Markthandel pl?tzlich, gottbewahre, ?berhaupt liquidieren wollen wird, werden Sie sich unter vier Augen mit einem m?chtigen Feind finden. Und die durch den Eigenwillen der Arbeitgeber beleidigten Arbeitnehmer, und die mit hohen Preisen auf Ihren M?rkten (sie sind aber deshalb hoch, dass das Business sonst am Leben nicht bleibt) unzufriedenen K?ufer werden Sie nicht verteidigen wollen. Und die Gewalt, indem sie vernichtet, wird noch sagen: wir machen es auf Bitte von einfachen Menschen, welche mit den „Schacherern“ unzufrieden sind.

?berlegen Sie, wer Sie in der f?r Ihr Business kritische Zeit besser verteidigt. Einzelne Volksdeputierte von denen, die zu jenem Zeitpunkt in die Opposition geraten wird? Der Staatsbeamte, der sich gew?hnte, in Ihre Tasche zu schauen? Oder Millionen ihrer Arbeitnehmer, welche zu Gewerkschaften, Unternehmerverb?nden oder irgendwelchen anderen gesellschaftlichen Einrichtungen zusammengefasst sind? Wir schlagen Ihnen vor, die Initiative selbst zu ergreifen, und nicht nur nicht zu hindern, sondern auch der Bildung von gewerkschaftlichen Prim?rzellen in Ihren Unternehmen direkt zu helfen. ?berlegen Sie gut, und Sie werden sich ?berzeugen, dass es mit der Sprache von Gesch?ftsleuten eine perspektivische Kapitalanlage ist. Glauben Sie, es ist sehr schwer, eine Gewerkschaft im Unternehmen zu bilden, wo ein – zwei Dutzend arbeitet, wenn der Besitzer dieses Unternehmers aus unbestimmten Gr?nden meint, dass die Gewerkschaft sein Feind ist, dass es ohne diese leichter sein wird, sein Business zu f?hren. Von solcher Position verspielen auch wir, Gewerkschaften, und auch Sie, Arbeitgeber.

Ihr Business ist nur f?r Sie und Ihre Arbeiter, und nicht f?r die Macht, Regierung oder politische Opposition lebensnotwendig. Meinen Sie nicht, dass Sie all Ihre Probleme dadurch l?sen, dass Sie einen Briefumschlag in das hohe Kabinett eintragen. Dort hilft man Ihnen zuerst, und dann man bildet eine neue f?r Sie kritische Situation, damit Sie einen neuen Briefumschlag tragen. Und so bis ins Endlose. Schlie?lich, wenn Sie heute hier zusammengetreten sind, verstehen Sie, dass die Rettung im Zusammenschluss, und nicht in den Briefumschl?gen ist.

Wollen wir zusammen daf?r k?mpfen, damit die f?r uns und f?r Sie besseren Zeiten kommen. Die besseren Zeiten sind dann, wenn die Macht endlich das Klein- und Mittelbusiness nicht st?ren wird, sich normal zu entwickeln, und wir, Gewerkschaften und Arbeitgeber, k?nnen ruhig, ohne sich nach verschiedenen Staatsbeamten umzusehen, grob gesagt, einander an der Gurgel zu packen, w?hrend wir jeder das Seine im Kampf gewinnt. Wir sind Normalarbeitbedingungen und Normallohn, Sie sind normale, nicht Bagatellegewinne und Garantien der normalen Zukunft f?r unser Business. Ich glaube, wir werden zusammen nicht sehr lange diese besseren Zeiten im Kampf gewinnen m?ssen.

Ich begr??e noch einmal alle Teilnehmer der Versammlung. Ich danke f?r die Aufmerksamkeit.